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Anfragen

Um Ihre Anfrage schnell und zielgenau beantworten können, benötigen wir möglichst vollständige und unmissverständliche technische Angaben zu Ihrem Druckerzeugnis. Damit Sie dabei alles Nötige berücksichtigen und verstehen, welche Faktoren unser Angebot beeinflussen, haben wir hier die wichtigsten Hinweise für Sie zusammengestellt.

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Diese Infos brauchen Sie/wir immer:

Die Auflage ist die zu liefernde Gesamtmenge, meist eine einfache Stückzahl. Wenn sie noch nicht feststeht, fragen Sie zwei oder drei Varianten an. Alternativ können Sie uns ein festes Budget vorgeben und wir berechnen die in diesem Rahmen realisierbare Auflage.

Optional teilt sich die Auflage in Sorten auf. Dann drucken wir innerhalb eines Auftrages unterschiedliche Inhalte (Bildmotive, Sprachversionen o. ä.) mit ansonsten gleichen Parametern. Beispielsweise bedeuten folgende Angaben jeweils den Druck der gleichen Gesamtmenge:

  • 16.000 (keine Sorten)
  • 16 x 1.000 (Sorten gleicher Stückzahl)
  • 5 x 1.000 + 3 x 2.000 + 1 x 5.000 (Sorten unterschiedlicher Stückzahl)

Der Aufwandsunterschied zwischen diesen drei Spezifikationen kann erheblich sein. Deshalb müssen Sie die eventuelle Sortenaufteilung immer in der Anfrage angeben.

Falls Sie zusätzlich Muster benötigen, schreiben Sie auch das gleich in die Anfrage, beispielsweise: 16 x 1.000 + je 10 Muster.

Das Format definiert die Maße des fertigen Druckerzeugnisses als Breite x Höhe. Insbesondere bei gefalzten und gebundenen Druckerzeugnissen wird dadurch auch die Ausrichtung angegeben. „14,8 x 21 cm“ und „21 x 14,8 cm“ bezeichnen völlig unterschiedliche Produkte. Schlägt man das erste Produkt auf, ist die Doppelseite 29,6 x 21 cm groß, beim zweiten hingegen 42 x 14,8 cm.

Dieser Unterschied wird unmissverständlich geklärt, wenn man das Produkt seitlich aufschlägt, so dass die Länge der Bindung oder des letzten Falzes stets als Höhe angegeben wird. Das erscheint in einigen Fällen merkwürdig, denn demnach ist beispielsweise ein hochformatig aufgehängter Wandkalender als Querformat auszudrücken.

Sie können es aber in der Anfrage auch anders formulieren, beispielsweise durch „Bindung an der kurzen Seite“. Wichtig ist nur, dass Sie eine querformatige Produktion eindeutig kennzeichnen.

Jede falsche Formatangabe kann zu einer kostenwirksamen Auftragsänderung führen, vor allem wenn sie sich erst herausstellt, nachdem wir bereits das Papier beschafft haben.

Wir gehen von einem randabfallenden Druck aus, der mit Beschnittzugabe realisiert wird. Das müssen Sie nicht erwähnen. Geben Sie immer die Maße des fertigen, also eventuell gefalzten, gebundenen und endbeschnittenen Produkts an.

Die Anzahl und Art der eingesetzten Druckfarben sind wesentliche Aufwandsmerkmale für das Produkt bzw. seine Teile. Sie werden in der Schreibweise Vorderseite/Rückseite aufgezählt. Dadurch unterscheiden wir auch zwischen einseitigem und beidseitigem Druck und können den selteneren Fall unterschiedlicher Farben auf der Vorder- und Rückseite formulieren.

Für einen Standardfarbdruck müssen Sie in der Anfrage keine Farbnamen nennen, sondern einfach nur „4/4“, „beidseitig farbig“ oder ähnliches schreiben. Analog verstehen wir Angaben wie „1/0“ oder „einseitig einfarbig“ als Druck mit Standard-Schwarz.

Aber wenn Ihr Projekt Schmuckfarben enthält, müssen Sie sie konkret aufzählen, also z. B. „5/0 Skala+Pantone 802“ schreiben. Das ist nämlich erstens generell kostenrelevant, weil mindestens ein Druckwerk für Ihren Auftrag umgerüstet werden muss, während wir die Maschine für die vier Standardfarben als stets vorbereitet betrachten. Zweitens haben Schmuckfarben einen mehrfach höheren Materialwert als die Skalenfarben, und zwar auch noch in sehr unterschiedlichem Maße.

Während der konkrete Verbrauch von Skalenfarben für Ihren Auftrag nicht preisrelevant ist, gehen wir von maximal 15 % Farbdeckung der Schmuckfarbe(n) aus, wenn Sie keinen höheren Wert angeben. Stellt sich eine höhere Deckung erst nach Auftragserteilung heraus, müssen wir eine Preisanpassung vornehmen.

Gebundene Inhalte werden normalerweise mit durchgängiger Farbigkeit gedruckt. Eine andere Produktion können wir nur mit ganz genauen Angaben kalkulieren. Es reicht nicht, wenn Sie z. B. schreiben „96 Seiten Inhalt, davon 16 farbig, Rest schwarz“. Sind die Farbseiten irgendwie über den Inhalt verteilt, ist er insgesamt 4/4-farbig. Anders wäre das etwa bei einer Klebebindung mit „96 Seiten Inhalt, davon S. 17 - 32 farbig, Rest schwarz“, denn in diesem Fall reduziert sich die Anzahl der benötigten Druckplatten nennenswert.

Bitte spezifizieren Sie den Bedruckstoff für ein Produkt oder Produktteil entweder durch seine qualitativen Eigenschaften oder durch einen Handelsnamen und in jedem Fall mit einer Angabe zur Grammatur bzw. Dicke.

Die Grammatur ist das Papiergewicht pro Quadratmeter. Fast alle Papiersorten sind in mehreren Grammaturen verfügbar. Da Papier nach Gewicht gehandelt wird, liegt z. B. zwischen 100 und 115 g/m2 ein Materialkostenunterschied von 15%, der sich vor allem bei höheren Auflagen auch nennenswert auf den Preis auswirkt. Alternativ, falls das Exemplargewicht für Sie eine Rolle spielt, beispielsweise für den Postversand, können Sie eine Gewichtsgrenze angeben. Dann berechnen wir die höchstmögliche Grammatur auf dieser Basis.

Schreiben Sie eine Handelsmarke bei Standardpapieren nur dann, wenn Sie wirklich gute Gründe für diese Festlegung haben. Die konkreten Fabrikate, beispielsweise in der Qualität „Standard-Bilderdruck matt“ (i. e. mehrfach matt gestrichen, holzfrei, weiß, untervolumig), unterscheiden sich nicht so gewaltig.

Wir halten eine ganze Reihe von Spezifikationen in Großmengen für den Offsetdruck und noch mehr in Kleinmengen für den Digitaldruck vor. Wenn wir Ihnen von diesen Beständen anbieten können, reduzieren sich die Kosten natürlich erheblich.

Bleiben Sie aber bitte nicht völlig vage. „Einfaches Papier, nicht zu dünn“ ist ebenso wie „hochwertig“ gar keine Angabe. In diesem Fall sollten wir erstmal miteinander telefonieren, denn Sie benötigen offensichtlich eine Beratung. Ausreichend hingegen wäre etwa „100% Recycling, ungestrichen, mittlere Grammatur“. Dann bieten wir die aktuell günstigste Sorte in der exakt mittleren Grammatur konkret an.

Wenn Sie so etwas wie „FSC-Papier“ schreiben, verstehen wir das immer als Anforderung einer zertifizierten Produktion. Dieses Merkmal taucht in unserem Angebot nicht beim Papier auf, sondern als Produktzertifizierung.

Diese Infos brauchen Sie/wir je nach Produkt:
Falzprospekt, Flyer, Klappkarte, … Falzung

Für regelmäßig gefalzte Produkte genügen uns Angaben wie 4-seitig oder Geschlossener Altarfalz oder 3-Bruch-Leporello oder 8-Seiten-Kreuzfalz. Sie sind im Zusammenhang mit dem Format (Endgröße, in diesem Fall also nach dem Falz) eindeutig. Wir unterscheiden generell folgende Falzarten:

  • Mittenparallel: Das Falzeingangsformat wird halbiert. Bei nur einem Bruch muss man diese Falzart nicht erwähnen, denn es entsteht der einfache 4-Seiter. Jeder weitere Mittenparallelfalz verdoppelt die Seitenzahl. 8 Seiten entstehen also durch nur 2 Falzbrüche.
  • Leporello: Das Falzeingangsformat wird zwei- oder mehrmals in gleichem Abstand alternierend gefalzt, so dass eine Zick-Zack-Form entsteht. Die Anzahl der Falzbrüche ist Seitenzahl / 2 − 1. Also entstehen durch 3 Falzbrüche 8 Seiten.
  • Wickel: Das Falzeingangsformat wird zwei- oder mehrmals ineinander gefalzt. Die Anzahl der Falzbrüche ist ebenfalls Seitenzahl / 2 - 1, aber der Wickelfalz benötigt mehr Aggregate in der Falzmaschine als das Leporello und ist daher manchmal aufwändiger.
  • Altar: Die beiden äußeren Schenkel werden gleichseitig zur Mitte gefalzt. Dafür muss ein Spezialaggregat in die Maschine eingebaut werden. Bleibt das Produkt so, sprechen wir von einem offenen Altar, auch Fensterfalz genannt. Meist jedoch wird das Produkt anschließend geschlossen, so dass die beiden zuvor eingefalzten Schenkel innen liegen. Ein geschlossener Altar hat also immer 8 Seiten.
  • Kreuz: Das Produkt wird in der Falzmaschine um 90° gedreht, so dass der nächste Bruch zum vorherigen über Kreuz steht. Das einfachste und einzig eindeutige Schema mit einem Kreuzbruch heißt daher Mittenparallel + Drehung + Mittenparallel und hat also 8 Seiten.

Bei jeder Kombination dieser Falzarten benötigen wir eine genauere Charakterisierung des Schemas. So können 16 Seiten durch 3-Bruch-Mittenparallel, 7-Bruch-Leporello oder 3-Bruch-Kreuz entstehen, aber beispielsweise auch als geschlossener Leporello (innen Zick-Zack, außen Wickel) oder durch ein Schema wie 3-Bruch-Wickel + Drehung + Mittenparallel.

Natürlich müssen Sie sich dazu nicht unbedingt in diese Terminologie vertiefen, sondern können uns statt dessen eine Skizze senden.

Broschüre, Buch, Sammlung, … Umfang

Gebundene Produkte sind meist, mit Ausnahme von Heftbroschüren sogar notwendigerweise mehrteilig, d. h. sie bestehen zumindest aus einem Inhalt (Innenteil, Buchblock) und dem Umschlag bzw. Einband. Dafür spezifizieren Sie wahrscheinlich das Material, eventuell auch die Farbigkeit oder eine Druckveredelung, jeweils separat. Bitte beziehen Sie sich auch beim Seitenumfang auf diese Produktteile, schreiben also z. B. „64 Seiten Inhalt, 4 Seiten Umschlag“. Nennen Sie für ein mehrteiliges Produkt nur die blanke Seitenanzahl, wissen wir nicht, ob das inklusive oder zuzüglich Umschlag gemeint ist.

Verwechseln Sie dabei bitte nicht „Seiten“ und „Blätter“. Ein Blatt hat 2 Seiten. Nur bei einem Satz oder Block (Lose Blattsammlung, NCR-Satz, Notizblock usw.) ist es richtig oder zumindest alternativ üblich, den Umfang als Anzahl der Blätter anzugeben. In allen anderen Fällen sprechen wir über den Seitenumfang.

Bei der Rückstichheftung wie auch bei der Fadenheftung hängen 4 Seiten des Inhalts untrennbar zusammen, d. h. die Seitenzahl des Inhalts muss durch 4 teilbar sein. Nur bei ausklappbaren Inhalten ist dies in der Summe anders, aber solche Klappen müssen Sie in Ihrer Anfrage ganz genau, d. h. auch mit Position kennzeichnen.

Beim Umschlag bedeutet 6 bzw. 8 Seiten, dass er vorn und/oder hinten Klappen hat. Diese Klappen sind ohnehin etwas eingekürzt, aber falls sie nur einen kleinen Teil des Endformats einnehmen, sollten Sie die Klappenbreite angeben, damit wir den Druckbogenaufbau optimieren können. Bei der Rückstichheftung ist die Bündigkeit der Klappen mit dem Inhalt aufwändiger als wenn sie 1–2 mm zurückgesetzt werden können, was bei einer hinteren Klappe oft akzeptabel ist. Bitte nennen Sie auch hierfür Ihre Anforderung.

Broschüre, Buch, Block, … Bindung

Begriffe wie „Magazin“, „Katalog“, „Dokumentation“ usw. sind keine eindeutigen Charakterisierungen des Produkts. Wir müssen uns vor der Kalkulation über die Art der Bindung verständigen, wobei folgende zur Auswahl stehen:

  • Rückstichheftung (Heftbroschüre, gut handhabbar und vor allem bei höheren Auflagen besonders kostengünstig, geeignet ab 8 und bis ca. 80 Seiten Inhalt, bei dünnem Material notfalls auch etwas mehr)
  • Klebebindung (einfachste Bindung in einen Buchrücken, für umfänglichere Inhalte, die in Heftform zu dick werden oder aus anderen Gründen eine Rückenstärke erhalten sollen)
  • Fadenheftung (fadengeheftete Lagen in einem umlaufenden Umschlag, besonders hochwertige Broschur, bestes Aufschlagverhalten)
  • Fadenheftung in Festeinband (Standardausführung eines hochwertigen Buches, siehe unten)
  • Klebebindung in Festeinband (keine Fadenheftung des Buchblocks, also etwas günstiger und minderwertiger)
  • Schweizer Broschur (Bindung des Inhalts in einem Fälzel, Umschlag vorn wegklappbar)
  • Drahtkammbindung (voll umklappbare Broschüre, Wandkalender o. ä., auch Wire-O oder Spiralbindung genannt, wobei das nicht exakt ist)
  • Ringösenheftung (Heftbroschüre mit Ringösen für die Ordnerablage o. ä.)
  • Steppheftung (verhält sich zwar wie eine Heftbroschüre, ist aber drastisch aufwändiger, weil nicht mit Draht, sondern einem gesteppten Faden gebunden wird)
  • Blockverleimung (offen bleibende Verleimung, meist für Schreibblocks, also eine bestimmte Anzahl gleicher Blätter plus Rückwand, optional auch mit Deckblatt)

Bei einem Festeinband gehen wir standardmäßig von folgenden Ausstattungsmerkmalen aus:

  • Buchblock: Fadenheftung
  • Einband: 2 mm Pappe
  • Bezug: 4/0 Offsetdruck + Folienkaschierung matt
  • Vor-/Nachsatz: weiß unbedruckt
  • Rücken: gerade
  • Kapitalband: weiß
  • Lesebändchen: nein

Nur davon abweichende oder darüber hinausgehende Anforderungen müssen Sie in der Anfrage nennen.

Hier wird's optional:

Sie können sich in der Anfrage explizit zwischen Offset- und Digitaldruck entscheiden. Das nehmen wir sehr gern an, aber dabei sollten Sie wirklich sachkundig sein.

Der Digitaldruck bewegt sich in engeren technischen Grenzen als der Offsetdruck und auch in einem viel engeren Bereich wirtschaftlich sinnvoller Auflagen. Daher ergibt sich die Entscheidung für den Offsetdruck oft schon aufgrund Ihrer anderen Anfrageparametern. Aber man kann auf dem heutigen Stand der Technik nicht mehr pauschal sagen, dass der Digitaldruck zu minderwertigeren Produkten führt.

Und natürlich verfügen wir über modernste Technik, auch auf diesem Gebiet. Außerdem ist beispielsweise eine Broschüre mit Auflage unter 100 oder gar unter 50 im Offsetdruck nur rein theoretisch machbar, um es vorsichtig auszudrücken.

Normalerweise ist es also besser, wenn Sie keine Vorentscheidung treffen. Dann bieten wir, falls beide Druckverfahren möglich sind, immer die wirtschaftlichere Produktionsweise an. Versuchen Sie bitte nicht, in Grenzfällen selbst über die Wirtschaftlichkeit zu urteilen, denn sie hängt von mehreren Produktionsfaktoren ab, nicht nur vom reinen Druckvolumen.

Wir können die umweltschonende Herstellung Ihres Druckerzeugnisses durch Zertifikate belegen. Diese Möglichkeiten sind auf unserer Seite zum Thema Umwelt dargestellt.

Bitte beachten Sie, dass es sich dabei immer um eine Produkteigenschaft handelt, nicht einfach nur um das verwendete Papier oder irgendwelche generellen Maßnahmen unsererseits.

Daher müssen Sie die gewünschten Zertifizierungen bereits in der Anfrage nennen, damit wir die damit verbundenen Anforderungen berücksichtigen können, auch wenn sie oft gar keine oder nur marginale Auswirkungen auf den Angebotspreis haben.

Beispielsweise kann es passieren, dass wir die nachträgliche Anforderung einer FSC-Zertifizierung nicht mehr realisieren können, wenn wir das Papier für Ihren Auftrag bereits beschafft haben.

Lesen Sie bitte auch unsere Seite zum Thema Druckveredelung, um die wichtigsten Begriffe und Techniken auf diesem Gebiet kennenzulernen. Charakterisieren Sie Ihre eventuellen Anforderungen in der Anfrage eindeutig durch:

  • Technischer Effekt (z. B. Heißfolienprägung)
  • ggf. Material bzw. Farbe(n) (z. B. Silber)
  • ggf. Produktteil bzw. Seitenpositionen (z. B. Umschlag einseitig)
  • ggf. weitere Aufwandshinweise (z. B. für Prägung mindestens die Stempelgröße, besser die Form selbst)

Selbstverständlich beraten wir Sie gern schon vor der Anfrage, denn bei diesem Thema muss man sowohl technische Details, z. B. bei der Kombination mehrerer Veredelungsmerkmale, als auch den akzeptablen Kostenrahmen berücksichtigen.

Zur Druckveredelung zählen auch Schutzmaßnahmen, die wir automatisch einkalkulieren, beispielsweise die Folienkaschierung von Bezügen für Festeinbände auf nicht strapazierfähigem Papier oder der Inline-Dispersionslack zum Schutz des Offsetdrucks auf matt gestrichenem Papier, vor allem auch bei hochwertigen Katalogen. Darauf zu verzichten ist möglich, aber meist keine gute Idee.

Für Rillen und Perforationen verfügen wir über eine ganze Reihe von Techniken. Beispielsweise werden Broschürenumschläge inline am Umschlaganleger des jeweiligen Bindeautomaten gerillt. Das bedarf gar keiner Erwähnung Ihrerseits.

Insbesondere müssen Sie sich auch nicht darauf festlegen, sondern können die Entscheidung uns überlassen, ob Falzbrüche vorgerillt werden oder nicht. Das hängt nicht nur von der Grammatur, sondern auch von der Art des Papiers und außerdem vom Druckverfahren ab. So muss ein Digitaldruck mit Motiv im Falzbruch praktisch immer gerillt werden, ein Offsetdruck hingegen nur bei höheren Materialstärken. Wenn wir mit unserer kalkulatorischen Entscheidung in Grenzfällen falsch liegen, ist das unser Problem. Wir rillen den Falzbruch auch dann ohne Mehrkosten, falls sich die Notwendigkeit erst in der Endverarbeitung herausstellt.

Perforationen und Rillen, die nicht parallel zueinander stehen, bilden eine Art Stanzform. Hierfür benötigen wir von Ihnen zur Kalkulation die Beschreibung, beispielsweise „1 Winkelperforation“, oder eine Skizze. Wenn es sich ohnehin um einen zu stanzenden Bogen handelt, sind die Rillen und Perforationen natürlich schon in den Stanzkosten enthalten.

Parallele Rillen, Mikro- und Normalperforationen realisieren wir meist ohne Werkzeugbau auf unserer Balkenrillmaschine. Nur bei sehr hohen Auflagen oder häufiger Wiederholung kann es insgesamt wirtschaftlicher sein, ein Werkzeug für unsere Flachbettstanze zu bauen, selbst wenn es sich nur um eine einfache Linie handelt. In jedem Fall genügt es, wenn Sie uns in der Anfrage die Art und Anzahl der Linien nennen, also z. B. „Perforation in einem Falzbruch“.

Enthält Ihr Druckerzeugnis pro Exemplar wechselnde Elemente, sprechen wir von einer „personalisierten“ Auflage, auch wenn es dabei vielleicht gar nicht um Personen geht. Technisch realisieren wir sie meist als Offsetdruck, der einen nachträglichen Eindruck auf unserer Digitaldruckmaschine erhält, alternativ als reinen Digitaldruck.

Für die Kalkulation müssen wir erstens den oder die Inhaltstypen kennen, wie etwa Adresse, Anrede, Barcode, QR-Code, fortlaufende Nummerierung o. ä. Zweitens müssen Sie bei einem mehrseitigen bzw. mehrteiligen Produkt die Position(en) angeben.

Natürlich verursacht die Personalisierung auf beiden Bogenseiten oder sogar über mehrere Druckbogen hinweg deutlich höhere Kosten. Teilen Sie uns drittens bitte auch die Farbigkeit der Personalisierung mit, wenn sie nicht einfach Schwarz ist.

Eine eindeutige Charakterisierung wäre also z. B. für ein Anschreiben „Adressierung und Anrede“ oder für eine Einladung „Personalisierung 1/0 Deckweiß“ oder für ein Voucherheft „Nummerierung ab 25001 über alle Seiten“.

Selbstverständlich verpacken wir Ihre Auflage auch dann in einer handlichen und transportfähigen Form, wenn Sie dazu gar keine Angaben machen. Aber nicht selten werden Sie spezielle Vorschriften oder Wünsche in Hinblick auf Versand, Verwendung oder Einlagerung haben. Hier einige Hinweise zu diesem Thema:

  • Grundsätzlich ist die Verpackungseinheit (VPE) eine handliche Menge. Bei einem glatten Bogenprodukt ist die Inhaltsmenge eigentlich nicht exakt, kann aber mit Hilfe unseres Zählstreifeneinschießers an der Druckmaschine auf ein definiertes Maß gebracht werden. Gefalzte, gebundene, gestanzte oder konfektionierte Produkte werden ohnehin immer in der letzten Verarbeitungsmaschine gezählt. Wenn Sie uns die VPE fest vorgeben, kann das geringfügige Mehrkosten verursachen.
  • Es ist nicht selbstverständlich, ob und wie wir die VPE etikettieren. Wenn Sie uns keine Vorschriften machen, etikettieren wir mit unserem Signet, einer Produktkennung und der VPE. Aber natürlich können Sie uns auch beliebig andere Parameter vorgeben, beispielsweise die Hersteller-Neutralität oder eine bestimmte Artikelnummer. Die Kosten bleiben davon meist unberührt.
  • Innerhalb der VPE können wir die Exemplare zur leichteren Entnahme bündeln. Die Aufteilung der VPE kann zwar vielleicht nur durch versetztes Einstapeln, aber auch durch Gummibändchen, ein farbiges Trennblatt oder eine Banderole erfolgen. Das Banderolieren ist ein gesonderter Arbeitsgang und daher in jedem Fall kostenrelevant.
  • Formate bis DIN A4 verpacken wir standardmäßig in stabile Stülpkartons (Mikrowelle) für A4-Inhalte mit 10 cm Füllhöhe.
  • Alternativ können wir die VPE in Folie einschweißen. Das ist vor allem bei Formaten sinnvoll, die nicht gut füllend in Stülpkartons passen.
  • Größere Formate verpacken wir in Pakete, falls möglich. Poster erhalten Sie bei Kleinstmengen (Digitaldruck oder Versandverteilung) gerollt im Quatropack, bei höheren Auflagen standardmäßig lose auf Palette. Andere Anforderungen teilen Sie uns bitte mit.
  • Reines Palettieren ist oft für Beilagen gefordert und bei hohen Auflagen auch kostenrelevant, weil keine Stülpkartons o. ä. benötigt werden. Sie können dabei auch spezielle Anordnungshinweise oder z. B. eine Verpackung in Eurocontainern (seitlich geschlossene Eurotauschpaletten) definieren.
  • Bei größeren Volumina gehen wir standardmäßig davon aus, dass sie auf Eurotauschpaletten abgesetzt werden sollen. Wir setzen also den Tausch gegen Leerpaletten bei Anlieferung oder Abholung voraus. Funktioniert das nicht, werden wir Ihnen die Paletten nachträglich in Rechnung stellen. Alternativ teilen Sie uns bitte ausdrücklich mit, dass wir die Auflage auf Einwegpaletten absetzen sollen. Dies verursacht nämlich keine Kosten.
  • Falls wir an Ihr Lager liefern und von dort weitere Bedingungen gesetzt werden, sollten Sie sie uns auch im Vorfeld nennen.
Und am Ende noch das Formale:

Wenn Sie uns keine Versandspezifikation nennen, gilt unser Angebotspreis ab Werk, also wahlweise zur Abholung oder zuzüglich der Versandkosten. Aber wir können den Versand auch in den Druckpreis inkludieren bzw. im Angebot separat ausweisen.

Unter frei Haus verstehen wir die Zustellung an Ihre oder eine explizit in der Anfrage genannte Adresse auf billigstem Wege. Innerhalb Berlins liefern wir per Direktfahrt, also ohne Versandlaufzeit. Bei anderen Adressen gehen wir je nach Gewicht von Spedition oder Paketdienst mit normaler Versandlaufzeit aus. Die Regellaufzeit innerhalb Deutschlands beträgt 2 Arbeitstage.

Für dringende Sendungen gibt es diverse Expressoptionen, beispielsweise innerhalb Deutschlands „Spedition Next Day“ oder „UPS Express Saver“ oder noch engere Fristen.

Gern realisieren wir für Sie auch eine breiter gestreute Versandverteilung. Aber bitte haben Sie Verständnis, dass dazu alle Parameter (Mengen und Adressen) bereits in der Anfrage eindeutig sein müssen. Die Druckanfrage selbst darf keine gewichtsrelevanten Optionen, z. B. mehrere Varianten des Seitenumfangs, beinhalten, denn in solchen Fällen ist uns die Kalkulation der Versandverteilung zu aufwändig.

Mitunter sind Projekte bereits in der Anfrage mit fixen Endterminen verbunden. Die Fristeinhaltung ist dann auch ein Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe, manchmal sogar absolut vorrangig. Dafür haben wir Verständnis und die Terminzuverlässigkeit zählt zu unseren primären Leistungsmerkmalen. Aber wir müssen in der Angebotsphase unterscheiden, worum es Ihnen dabei geht.

Zunächst sollte Ihre Anfrage in diesem Fall keine weit auseinander liegenden Varianten beinhalten. Solange noch nicht klar ist, ob eine bestimmte Druckveredelung hinzukommt oder nicht, auch wenn die Auflage wahlweise 1.000 oder 100.000 beträgt, können Sie keine terminlichen Aussagen von uns erwarten. Das wäre dann eher Gegenstand einer Vorbesprechung zu Ihrem Projekt.

Fragen Sie uns nach einer Lieferfrist, geben wir darauf generell nur eine erfahrungsgemäße Antwort. Unsere Aussage bedeutet dann, dass wir ein Objekt mit den angefragten Parametern durchschnittlich innerhalb einer bestimmten Anzahl von Werktagen produzieren. Sie dient also nur der groben Orientierung für Ihren Zeitplan. Unsere Produktion kann auch nennenswert länger dauern oder beschleunigt werden.

Ganz anders verhält es sich, wenn Sie in der Anfrage einen Liefertermin nennen und uns fragen, bis wann wir die Druckunterlagen benötigen, um dieses konkrete Datum einhalten zu können. Dann müssen Sie uns aber bitte auch mitteilen, ob der Liefertermin als absolut spätestens zu verstehen ist. Außerdem müssen wir natürlich wissen, ob wir den dafür ebenfalls absolut spätestmöglichen Druckunterlagentermin nennen sollen oder dabei eine hinreichende Reserve für unsere Produktionszeit einrechnen können. Dieser Unterschied ist preisrelevant, auch wenn es bei uns keine „Expressoption“ mit irgendeinem Pauschalzuschlag gibt.

Wir beantworten einen vorgegebenen Liefertermin in der Anfrage daher nicht mit einer einfachen Zusage, sondern schlagen einen konkreten Terminplan vor. Darin ist nicht nur der Druckunterlagentermin wichtig, sondern auch die spätestmögliche Auftragserteilung, damit wir die entsprechende Produktionskapazität freihalten und das Papier rechtzeitig beschaffen können.

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